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„Methode der indirekten Regierung“: Probleme der Regierungstätigkeit in der Besatzungsverwaltung am Beispiel von Württemberg-Hohenzollern

von Viktor Fichtenau und Alexander Klimo Als amerikanische und französische Militärverbände im Frühjahr 1945 die Herrschaft der NSDAP im deutschen Südwesten beendeten, sahen die Zeitgenossen in eine ungewisse Zukunft. Weder gab es ab Mai 1945 eine deutsche Zentralstaatlichkeit, noch gab es klar umrissene Pläne für die künftige Gestaltung der ehemaligen Länder Württemberg und Baden, die
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„Erziehung zur Gottes- und Nächstenliebe“: Das Wirken Adolf Scheffbuchs im Kultministerium von Württemberg-Baden

Im Zuge des Wiederaufbaus der Ministerien im deutschen Südwesten kamen im Kultministerium von Württemberg-Baden im Gegensatz zu den anderen Ministerien, wo mehrheitlich Verwaltungsbeamte wiedereingestellt wurden, vermehrt Pädagogen in einflussreiche Positionen – darunter auch zahlreiche gläubige Christen, die sich bei der Arbeit im Ministerium stark von ihrem Glauben leiten ließen. Erst kürzlich erschien beispielsweise die Biographie
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„A merely schematic proceeding in the purification of staff officials is an unbearable injustice“: Entnazifizierung des Beamtenkörpers am Beispiel Württemberg-Badens

In den Vorgängerländern Baden-Württembergs wurde die Entnazifizierung des Beamtenkörpers in der unmittelbaren Nachkriegszeit anhand der Richtlinien der jeweiligen Militärregierung durchgeführt. Diese soll im Folgenden für Württemberg-Badens vorgestellt und am Beispiel einiger Beamter konkretisiert werden. Abschließend soll ein Vergleich zu den Ministerstellvertretern in Württemberg-Hohenzollern gezogen werden, wo die Entnazifizierung großzügiger durchgeführt wurde. Nachdem die württembergische Landesverwaltung
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Präsentation der Abschlusspublikation im Staatsarchiv Ludwigsburg: Die badischen und württembergischen Landesministerien in der Zeit des Nationalsozialismus

Es ist geschafft! Am 29. April 2019 wurde im Staatsarchiv Ludwigsburg nach mehr als vier Jahren intensiver Forschungs- und Schreibarbeit der erste Teil der Abschlusspublikationen unseres Forschungsprojekts der Presse und der Öffentlichkeit vorgestellt. Vor der öffentlichen Abendveranstaltung betonte die Wissenschaftsministerin Theresia Bauer vor der Presse, dass der „verantwortungsvolle Umgang mit der Geschichte des Nationalsozialismus […]
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„Das Sondergericht der damaligen Zeit hatte mit politischen Prozessen kaum etwas zu tun“: Die Lügen des Richters Alfred Hanemann vor der Spruchkammer und der Fall Blümel

Nach der Einrichtung der Sondergerichte am 21. März 1933 urteilten sie jene Strafbestände ab, die die Nationalsozialisten zur Durchsetzung ihrer Herrschaft und Unterdrückung gegnerischer Parteien sowie zur Kriminalisierung parteiunliebsamer Aussagen und Handlungen installiert hatten. Der ehemals deutschnationale Reichstagsabgeordnete Alfred Hanemann wurde zum ersten Vorsitzenden des in Mannheim eingerichteten Sondergerichtes bestellt. Während seines Spruchkammerverfahrens leugnete er
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„Im Zusammenhang mit den Abwehrmaßnahmen gegen die Greuel-Propaganda sind unbedingt auch dauernde Massregeln erforderlich“: Die Forderung Alfred Hanemanns nach Entlassung jüdischer Beamter in Baden

In seinem Beitrag zur badischen Deutschnationalen Volkspartei (DNVP) konnte der Autor skizzenhaft aufzeigen, dass die badischen Deutschnationalen im Gegensatz zu den Parteikollegen auf Reichsebene aufgrund ihrer Schwäche und der daraus resultierenden oppositionellen Stellung im Land nicht zu einer regierungsfähigen Partei avancieren konnten, sondern sich vor allem ab 1929 ins Schlepptau der Nationalsozialisten nehmen ließen und
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Erinnerungskultur am Bundesgerichtshof – ein Nachtrag

1957 ließ der Bundesrichter und damalige Präsident des Bundesgerichtshofs (BGH) Hermann Weinkauff im ehemaligen Erbgroßherzoglichen Palais in Karlsruhe (heute Hauptgebäude des BGH) eine Gedenktafel anbringen, um an die „34 Mitglieder des Reichsgerichts und der Reichsanwaltschaft“ zu erinnern, „die in den Jahren 1945 und 1946 in den Lagern Mühlberg an der Elbe und Buchenwald umgekommen sind“.
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„Dem Ermächtigungsgesetz werden wir als geborene antiparlamentarisch eingestellte Menschen selbstverständlich zustimmen“: Die Deutschnationalen in Baden als Wegbereiter des Nationalsozialismus

Selbst in umfangreichen Forschungswerken über den Nationalsozialismus, seinen Aufstieg sowie die Machtübernahme erscheint die Deutschnationale Volkspartei (DNVP) lediglich am Rande. Freilich lässt sich darüber spekulieren, wie der Verlauf der Geschichte ausgesehen hätte, wenn der Medienmogul Alfred Hugenberg im Januar 1933 nicht in eine Koalitionsregierung mit Hitler eingetreten wäre. Der Autor forscht gegenwärtig zur Geschichte der
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