Aufstieg durch fachliche Qualifikation oder durch Parteimeriten? Der Streit um die Versorgungsbezüge des Ministerialrats im badischen Kultusministerium Siegfried Federle Federle wurde 1933 zum Oberregierungsrat ernannt, bereits 1934 zum Ministerialrat befördert und wechselte 1935 ins Reichsministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung nach Berlin. 14 Jahre nach seinem Abschied aus Karlsruhe nahm er Kontakt zum Rechtsnachfolger seines ehemaligen Arbeitgebers auf. In einem Gesuch bat er um „Wiederverwendung“ in seinem „Arbeitsgebiet“, für den Fall, dass keine freien Stellen verfügbar seien, brachte er seine Pensionierung ins Gespräch. von Frank Engehausen
Zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus: Der Justizmord an dem Mannheimer Ehepaar Andreas und Emilie Glock In einer strafverschärfenden Rechtsverordnung vom September 1939 wurden sogenannte „Volksschädlinge“ als neue Täterkategorie konstruiert. Deren Geltungsbereich war sehr weit gespannt und umfasste auch Diebstahlsdelikte, die unter den Bedingungen des Krieges als „Plünderungen“ etikettiert wurden und zu Abschreckungszwecken mit dem Tode bestraft werden konnten. Wie drakonisch die Gerichte in solchen Fällen vor allem in den letzten Kriegsjahren vorgingen, wird im Beitrag anhand der knappen Skizze eines Mannheimer Falles illustriert. von Frank Engehausen
Hü und hott im badischen NSDAP-Gaupersonalamt: Politische Gutachten über den Ministerialoberrechnungsrat Wilhelm Karle Am Beispiel der Beförderung des Ministerialoberrechnungsrats im badischen Innenministerium Wilhelm Karle zum Regierungsrat, die sich über mehrere Jahre hinzog, zeigt sich, zu welchen Konflikten es mit den Gaupersonalämtern kommen konnte, die in Personalangelegenheiten der Landesministerien ein Vetorecht geltend machten. von Frank Engehausen