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Ein Tag „nicht wie die anderen“: Der Rückzug der deutschen Besatzer aus Straßburg aus der Sicht eines elsässischen Geistlichen und Angestellten im badischen Kultusministerium

Der Almanach Sainte-Odile, ein von der Erzdiözese Straßburg seit 1926 herausgegebener Kalender, veröffentlichte 1990 die Erzählung eines Zeitzeugen über jenen schicksalsvollen Tag im November 1944, an dem die deutschen Besatzer Straßburg verließen.[1] Der Autor, Priester Trutmann, war zur Zeit der verschleierten Annexion des Elsass im Priesterseminar für das badische Kultusministerium tätig. Seine Schilderungen ergänzen in
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„Im Umlauf bei…“: Bürokratische Alltagspraxis in der Zivilverwaltung im Elsass. Oder: Über die Kunst, Kürzel zu entziffern.

Eine der Hauptaufgaben des Forschungsprojektes ist es, die nationalsozialistische Politik der badischen und württembergischen Ministerien aus der ihnen eigenen Verwaltungskultur heraus zu ergründen. Das heißt, wir versuchen zu rekonstruieren, ob und inwiefern eine ganz bestimmte Art zu verfahren Einfluss darauf hatte, was von der NS-Ideologie umgesetzt wurde – oder auch nicht. Ein besonders wichtiger Teil
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„dks u hhi…“ [Danke schön und Heil Hitler]: Zur Datierung politischer Entscheidungen bei der Besetzung des Elsass

Am 22. Juni 1940 unterzeichnete Frankreich ein Waffenstillstandsabkommen mit dem deutschen Reich – und zwar in Compiègne, am selben Ort, an dem das besiegte Deutsche Reich 1918 einen Waffenstillstand mit Frankreich unterzeichnet hatte. In dem Abkommen von 1940 wurden Elsass und Lothringen mit keinem Wort erwähnt. Und doch sollte dieser symbolische Akt den Beginn der deutschen
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Der badische Aktenknoten – im Elsass

„Jetzt google ich schon über eine Stunde und kann nirgends im I[nter]net eine Anleitung finden, wie man diesen doofen Badischen Knoten macht…,“ kann man 2010 im Forum von FoReNo, einem Internetportal für Rechtsanwalts- und Notarfachangestellte sowie andere Angehörige juristischer Berufe lesen. Die Akten, welche die hier klagende Kanzleiangestellte aus Heidelberg erhalten hatte, waren mit einem
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„Entwelschung“ – „Entschwabung“: Von gallischen Hähnen, Reichsadlern und dem Straßburger Münster

Das Elsass gehört zu jenen Grenzregionen, die ständig ihre staatliche Zugehörigkeit wechselten: allein zwischen 1870 und 1945 wurde es viermal zwischen Frankreich und Deutschland hin- und hergeschoben: Nach dem deutsch-französischen Krieg 1870/71 musste Frankreich Elsass-Lothringen abtreten. Nach der deutschen Niederlage im Ersten Weltkrieg ging es wiederum zurück an Frankreich. Im Juni 1940 besetzte die deutsche
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Robert Wagner, Gauleiter, Reichsstatthalter in Baden und Chef der Zivilverwaltung im Elsass

Robert Wagner wurde am 13. Oktober 1895 in Lindach bei Eberbach am Neckar als Robert Heinrich Backfisch geboren. Später nahm er den Mädchennamen der Mutter an. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges brach er die von ihm begonnene Lehrerausbildung ab und meldete sich als Freiwilliger. Das Soldatendasein lag ihm: bäuerlich-kleinbürgerlich sozialisiert, aus protestantischem Hause, strebte er
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