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Ein ungeschriebener Persilschein: Warum der demokratische Politiker und Psychologieprofessor Willy Hellpach dem badischen NS-Kultusminister Paul Schmitthenner eine Absage erteilte

Wie anderen Projektmitarbeiterinnen und Projektmitarbeitern verursacht auch dem Verfasser dieser Zeilen die regelmäßige Lektüre von Spruchkammerakten inzwischen mitunter Verdruss. Einerseits sind sie unverzichtbare Quellen, um Daten und andere Informationen zu politischen Biographien zu erschließen; andererseits erweisen sich die vom Volksmund rasch zu „Persilscheinen“ deklarierten Leumundszeugnisse zugunsten Betroffener, die erhebliche Teile der Spruchkammerakten ausmachen, als nicht
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Ausgleichszahlungen an „verfolgte“ Nationalsozialisten durch die badische Ministerialbürokratie

Zu den wichtigen Versatzstücken nationalsozialistischer Propaganda zählten nach der Machtübernahme die Pflege der Erinnerung an die vermeintlich heroische Kampfzeit der NSDAP vor 1933 und die Würdigung des persönlichen Einsatzes „Alter Kämpfer“, ohne deren Standhaftigkeit und Prinzipientreue, so die Legende, die Eroberung der politischen Macht nicht hätte gelingen können. Ein besonderer Prestigegewinn wurde den echten „Märtyrern“
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Wie sieht ein arischer Ochse aus? Politischer Witz im badischen Finanz- und Wirtschaftsministerium

Über das alltägliche Arbeitsklima in der südwestdeutschen Ministerialbürokratie im „Dritten Reich“ würden der Verfasser dieser Zeilen und auch die anderen Projektbeteiligten gerne verallgemeinernde Aussagen treffen. Inwieweit wurden traditionelle hierarchische Beziehungen durch neue politische Machtstrukturen überlagert? Wie gestaltete sich die Bürogemeinschaft von Partei- und Nichtparteigenossen? Über welche nicht-dienstlichen Themen sprachen die Beamten und Angestellten während ihrer
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Repression mit Samthandschuhen? Die Anwendung des Gesetzes zur „Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ am Beispiel des Sozialdemokraten und Regierungsrats Anton Weißmann

Am 25. April 1933 fand in Berlin eine Besprechung statt, zu der Reichsinnenminister Wilhelm Frick die Ministerpräsidenten und Innenminister sämtlicher Länder sowie Vertreter aller Reichsressorts eingeladen hatte. Haupttagesordnungspunkt war der Vollzug des Gesetzes zur „Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“, das die Reichsregierung zweieinhalb Wochen zuvor in Kraft gesetzt hatte und das die rechtliche Handhabe für eine umfassende
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Wie ein Justizinspektor einen Landgerichtspräsidenten aus dem Amt brachte: Der Fall Karl Götz aus dem Jahr 1937

In den retrospektiven Aussagen von Beamten über ihr politisches Verhalten im „Dritten Reich“ findet sich häufig das Argument, dass ein äußerer Konformismus zur Erhaltung der eigenen beruflichen Stellung alternativlos gewesen sei, da es allerorts nationalsozialistische Scharfmacher gegeben habe, die vermeintliches politisches Fehlverhalten sofort den Parteistellen gemeldet hätten. In allen Behörden habe es, so die zum
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„Auf ein Mindestmaass herabgedrückt“: Die Protokolle der Sitzungen des badischen Staatsministeriums von 1933 bis 1936

Zu den wiederkehrenden Erfahrungen der Archivarbeit gehört, dass sich die Inaugenscheinnahme von Akten, die nach ihrer Beschreibung in den Findmitteln höchst attraktiv erscheinen, mitunter als ernüchternd erweist. Als ein Musterbeispiel solcher enttäuschter Erwartungen können die im Generallandesarchiv Karlsruhe verwahrten „Niederschriften über die Sitzungen des Staatsministeriums“ gelten, die keineswegs, wie in projektseitigem Entdeckereifer zunächst erhofft, eine
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Dem Berufsbeamtengesetz keine ausdehnende Auslegung geben: Die Entlassung der Heidelberger Lehrerin Dr. Dora Busch im Juli 1933

Über die Beteiligung der Landesministerien an den personellen „Säuberungen“ des öffentlichen Dienstes nach rassistischen und politischen Kriterien ist in unserem Blog schon mehrfach berichtet worden. Im Folgenden soll dieses Thema aus zwei Gründen erneut aufgegriffen werden: zum einen, um zu verdeutlichen, dass es beim Vollzug des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums im Jahr 1933 auf
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Warum Baden und Württemberg nicht vereinigt werden dürfen – eine Denkschrift aus dem badischen Staatsministerium von 1935

Die badische Ministerialbürokratie kämpfte seit 1933 an mehreren Fronten, um die eigene Marginalisierung abzuwehren:  Zum einen drohten den Landesministerien erhebliche Kompetenzverluste, da die Reichsministerien neue Aufgaben an sich zogen, zum anderen musste man sich der Ambitionen der NSDAP-Parteibürokratie erwehren, die auf vielen Feldern in die Belange der Staatsverwaltung eingriff, und über allem schließlich schwebte die
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Die Ausschaltung einer „zweifellos haltlosen Lehrerin“ – Zur Rolle des badischen Kultusministeriums im Repressionsapparat der Diktatur

Die Angehörigen der badischen Ministerialbürokratie haben sich – die einzelnen Ressorts und auch die verschiedenen Dienstränge übergreifend – nach 1945 zugutegehalten, im Repressionsapparat der Diktatur innerlich widerstrebend mitgewirkt und im Rahmen ihrer Möglichkeiten versucht zu haben, in Einzelfällen schützend oder mildernd zu agieren. Dieses Rechtfertigungsnarrativ taucht in nahezu allen Spruchkammerakten auf: in der des kommissarischen
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Schuldenmacherei, Liebschaften in der Lehrerschaft und Vorliebe für gute Weine – die bizarre Karriere des Altparteigenossen und Kreisoberschulrats Emil Gärtner

Das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933, das für die Nationalsozialisten ein zentrales Werkzeug für ihren Machtausbau war, suggerierte in seinem Titel und in einzelnen Paragraphen, dass sich in den Jahren der Weimarer Republik Missstände im öffentlichen Dienst ausgebreitet hätten und in beträchtlicher Zahl fachlich unqualifizierte Kandidaten in die Beamtenlaufbahn gelangt seien.
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„Naturschutz auf der Grundlage völkischen Denkens“ – Der badische Kultusminister Otto Wacker und Ministerialrat Karl Asal über das Reichsnaturschutzgesetz von 1935

Das Thema Naturschutz und Nationalsozialismus erregte im Jahr 2002 einige öffentliche Aufmerksamkeit, als der damalige Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und Grünen-Politiker Jürgen Trittin einen Kongress hierzu initiierte und bei dessen Eröffnung einige plakative Fragen formulierte: Woher kommt der Naturschutz? Was sind seine Wurzeln? War das Reichsnaturschutzgesetz von 1935, das bis in die 1970er
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Was beim Singen des Horst-Wessel-Liedes zu beachten war: Leidvolle Erfahrungen eines badischen Verwaltungssekretärs

Eines der Zentralanliegen des Forschungsprojekts ist es herauszufinden, in welchem Maße die Landesministerien in Baden und Württemberg seit 1933 „nazifiziert“ wurden: Wie viele Altparteigenossen der NSDAP rückten in der Gleichschaltungsphase in welche Positionen in den Ministerien ein? Welche politischen Vorgeschichten hatten die späteren Neueinsteiger in die Ministerialbürokratie? Wie reagierten die in den Ministerien verbliebenen Altbeamten
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Akten geben Auskunft – Quellen zu Biografien von Verwaltungsbeamten: Teil IV – Die Versorgungsakte

Einer der Schwerpunkte des Forschungsprojekts ist die Untersuchung der beruflichen und politischen Biografien der Ministerialbeamten. In der Archivarbeit begegnen hierzu im Wesentlichen vier Aktentypen: Personalakte, politische Beurteilung, Spruchkammerakte und Versorgungsakte. Diese werden nun in einer Reihe von Beiträgen vorgestellt.  Akten geben Auskunft – Quellen zu Biografien von Verwaltungsbeamten: Teil I: Die Personalakte Akten geben Auskunft
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Ministerialbeamte als Gesinnungsschnüffler: Das Dienststrafverfahren gegen den Konstanzer Lehrer Josef Hecht

Auch nach den weitgreifenden personellen „Säuberungen“ im Zuständigkeitsbereich des badischen Ministeriums des Kultus und Unterrichts in den Jahren 1933/34 waren sich die Nationalsozialisten der politischen Loyalität der Lehrerschaft nicht sicher. Deshalb hielten sie insbesondere Lehrer, die früher der Zentrumspartei angehört oder nahegestanden hatten, unter scharfer Beobachtung. Das Kultusministerium als Aufsichtsbehörde musste dabei nicht selbst aktiv
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Materialsammlung für ein Heldenepos? Ein Bericht über den Tod des Ministerialdirektors Karl Gärtner beim Rückzug der deutschen Besatzer aus Straßburg im November 1944

Als Mitte November 1944 französische und amerikanische Truppen auf Straßburg vorrückten, wurde die Lage dort auch für die Angestellten und Beamten der badischen Ministerien prekär, die den Grundstock der Besatzungsadministration des Chefs der Zivilverwaltung im Elsass bildeten. Besonders betroffen waren die Angehörigen des Kultusministeriums, die anders als ihre Kolleginnen und Kollegen aus dem Innen- und
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Wie die Nationalsozialisten 1933 missliebige Beamte loswurden: Die Zurruhesetzung des Oberregierungsrats im badischen Kultusministerium Georg Schmitt

Der die Verwaltung im „Dritten Reich“ generell prägende Dualismus von Normen- und Maßnahmenstaatlichkeit schlug sich auch im Vollzug der personellen „Gleichschaltung“ innerhalb der Ministerialbürokratie in den ersten Monaten nach der nationalsozialistischen Machtübernahme nieder. Wo die Anwendung der teilweise erst ad hoc neu geschaffenen Normen aufhörte und Willkürmaßnahmen begannen, ist dabei nicht immer klar auszumachen. Dies
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Durchhalteparolen aus dem Heidelberger Hotel Viktoria – Paul Schmitthenner als Leiter des badischen Kultusministeriums in den letzten Kriegswochen 1945

Die politische Bedeutung der Landeskultusministerien im „Dritten Reich“ bestand vor allem in ihren Beiträgen zur Implementierung der nationalsozialistischen Ideologie in der „Volksgemeinschaft“, insbesondere in den Schulen. Ihre Verantwortung hierfür versuchten die Amtsspitzen und höheren Beamten der Kultusministerien nach 1945 zu verschleiern. Damit waren sie vor den Spruchkammern auch recht erfolgreich, da diese zumeist die formalen
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„Schweineschmalzstullenfresser“ und „Hopfenjauchekonsument“: zwei anonyme Kommentare zu den „rassischen Säuberungen“ an der Universität Heidelberg 1933

Ihre wohl wichtigsten Beiträge zur Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur leisteten die Landesministerien in Baden und Württemberg mit dem Vollzug der personellen „Gleichschaltung“ des öffentlichen Dienstes im Frühjahr und Sommer 1933. Die Verantwortlichen in den Ministerien in Karlsruhe und Stuttgart beschränkten sich dabei nicht auf die rein administrative Umsetzung des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom
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Durchs Raster gefallen: die gescheiterten Bemühungen der Ehefrau des badischen Kultusministers Otto Wacker um eine Witwenrente

In einer Zuschrift auf meinen Blogartikel über die Trauerfeierlichkeiten für den 1940 verstorbenen badischen Kultusminister Otto Wacker wurde die Frage aufgeworfen, ob Wackers Ehefrau in der Bundesrepublik eine Witwenrente erhalten habe. Ich konnte diese Frage nicht unmittelbar beantworten, weil ich zwar die Spruchkammerakte Wackers kannte – gegen ihn wurde posthum ein Entnazifizierungsverfahren durchgeführt, um eine
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Bildbericht vom Kampf der badischen Nationalsozialisten 1923-1933

Die mit der Machtübernahme von 1933 forcierte Heroisierung der eigenen Parteigeschichte setzte die NSDAP auch im Zweiten Weltkrieg fort. Ein Beispiel hierfür bietet das 1943 im Verlag der „Straßburger Neuesten Nachrichten“ erschienene illustrierte Heft „Bildbericht vom Kampf der badischen Nationalsozialisten 1923-1933“, das anlässlich des 10. Jahrestags der Machtübernahme auf die Anfänge der NSDAP in Baden
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Propaganda der Machtübernahme: Polemiken gegen die demokratischen Vorgängerregierungen in Baden im NSDAP-Parteiblatt „Der Führer“

Die Machtübernahme in den Ländern im Frühjahr 1933 verlief ähnlich wie auf der Reichsebene: Die systematische Beschneidung der Handlungsmöglichkeiten der politischen Opposition durch Verhaftungen und Zeitungsverbote wurde von massiver Propaganda in der nationalsozialistischen Parteipresse begleitet. Diese zielte darauf, zum einen die neuen Machthaber möglichst vorteilhaft in Szene zu setzen und zum anderen die Protagonisten der
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„ein gewisser Stock von ehrlichen, treuen und gewissenhaften Beamten“ – ein Rückblick des Freiburger Historikers Gerhard Ritter auf die Wissenschaftspolitik in Baden vom Jahresende 1945

Das Bild einer weitgehend unpolitischen Landesverwaltung, die während der nationalsozialistischen Herrschaft im Rahmen ihrer Möglichkeiten sachorientierte Arbeit geleistet habe, wurde in den ersten Nachkriegsjahren vorwiegend von den Betroffenen selbst gezeichnet. Nicht nur nachgeordnete Mitarbeiter der Ministerialbürokratie, sondern auch hohe Beamte betonten in den Spruchkammerverfahren, denen sie sich nach 1945 ausgesetzt sahen, immer wieder die Sachkompetenz
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Filmaufnahmen von der Beisetzung des badischen Kultusministers Otto Wacker 1940

Im Zuge der Materialsammlung für den Blogartikel „Die Trauerfeierlichkeiten für den badischen Kultusminister Otto Wacker 1940“ erging eine Anfrage an das Stadtarchiv Offenburg, ob dort Informationen über den Verbleib einer Bildnisbüste Otto Wackers vorliegen, die nach dem Tod des Kultusministers von dem Karlsruher Bildhauer Otto Schließler in vier Ausfertigungen erstellt wurde. Ein Exemplar erhielt die
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Die Trauerfeierlichkeiten für den badischen Kultusminister Otto Wacker 1940

Der politische Stellenwert der Landesministerien in Baden und in Württemberg spiegelt sich auch in ihren repräsentativen Handlungen wider, die zu untersuchen eines der Anliegen des Forschungsprojekts ist. Hierbei sind verschiedene Aspekte von Interesse, etwa die Frage, inwiefern sich die Landesministerien in bewusstem Bruch mit der Symbolpolitik der demokratischen Vorgängerregierungen um die Etablierung eigenständiger Repräsentationsformen bemühten
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Die Landesministerien im nationalsozialistischen Patronagegeflecht. Der Karlsruher Ministerialrat Herbert Kraft als Ansprechpartner für Wünsche von Parteigenossen

Die Parteibuchwirtschaft ist kein genuines Kennzeichen der nationalsozialistischen Herrschaft, da es parteipolitisch motivierte persönliche Gunsterweisungen staatlicher Stellen auch in anderen Ländern, zu anderen Zeiten und in ganz anders beschaffenen politischen Systemen gegeben hat und immer noch gibt.

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Paul Schmitthenner, Staatsminister und Leiter des Kultusministeriums

Schmitthenner, am 2. Dezember 1884 in Neckarbischofsheim geboren, schlug nach dem Besuch eines Heidelberger Gymnasiums eine militärische Laufbahn ein, die ihn 1915 bis in den Rang eines Generalstabsoffiziers brachte. Als hochdekorierter Weltkriegssoldat nahm er 1919 ein Geschichtsstudium auf, das er 1922 mit der Promotion in Heidelberg abschloss. Dort habilitierte sich Schmitthenner 1928 und erhielt die
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Otto Wacker, Kultus- und Justizminister

Otto Wacker wurde am 6. August 1899 als Sohn eines Architekten in Offenburg geboren, wo er Volksschule und Gymnasium besuchte. Das Abitur legte er 1917 in Donaueschingen ab. Als Soldat nahm er an den Kämpfen in Flandern teil. Nach der Entlassung aus dem Militärdienst im April 1919 nahm Wacker zunächst ein Architekturstudium in Karlsruhe auf,
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Gesetz über den Neuaufbau des Reiches vom 30. Januar 1934

Die Zentralisierungstendenzen, die den beiden Gleichschaltungsgesetzen vom 31. März und 7. April 1933 zugrunde lagen, spitzten sich mit dem Gesetz über den Neuaufbau des Reiches zu, das am ersten Jahrestag der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler in Kraft trat. Seinen Kern bildete die formelle Übertragung der Hoheitsrechte der Länder auf das Reich, die jedoch zunächst
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Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933

  Als Ergänzung der beiden Gleichschaltungsgesetze und zugleich weit über sie hinausgreifend bot das Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums die Rechtsgrundlage für eine umfassende Säuberung des öffentlichen Dienstes nach politischen und rassistischen Kriterien. Der Titel des Gesetzes war ein Etikettenschwindel, auch wenn in Paragraph 2 als Betroffene Beamte benannt wurden, die seit dem politischen Systemwechsel
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Zweites Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich vom 7. April 1933

Das zweite Gleichschaltungsgesetz bot die Rechtsgrundlage für die Beendigung der Provisorien, die sich durch die von den Reichskommissaren verantworteten Regierungsumbildungen in den Ländern im März 1933 ergeben hatten. Die Ernennung und Entlassung der Mitglieder der Landesregierungen wurde durch das Gesetz Reichsstatthaltern übertragen, die wiederum auf Vorschlag des Reichskanzlers vom Reichspräsidenten ernannt wurden. Dies bedeutete zum
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Vorläufiges Gesetz zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich vom 31. März 1933

  Nachdem mit der Ausschaltung des Reichstags durch das sogenannte Ermächtigungsgesetz vom 24. März 1933 die Reichsregierung ihre Stellung im Gefüge der Verfassungsorgane auf der Reichsebene ausgebaut und damit einen wichtigen Schritt auf dem Weg der Beseitigung der demokratischen Herrschaftsstrukturen getan hatte, begann sie eine Woche später damit, die politischen Verhältnisse in den Ländern neu
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